ZERTIFIZIERUNGEN

Zertifizierung nach KTQ

Die Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen, kurz KTQ®, hat dem CKM Dr. Hug und dem Herzkatheterlabor in Günzburg, das KTQ-Zertifikat im August 2009 verliehen. Im August 2013 erfolgte die erste Re-Zertifizierung.

Die KTQ, Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen, hat ein spezielles Verfahren zur Analyse und Bewertung eines Qualitätsmanagementsystems entwickelt. Es besteht nach derzeitiger gesetzlicher Regelung noch kein Zwang zur Zertifizierung, gleichwohl ist eine solche die einzige Möglichkeit, die Güte eines Systems darzulegen.

Mit Hilfe des KTQ-Verfahrens konnten wir zunächst in einer Phase der ‚Selbstbewertung‘ die Prozesse im Herzkatheterlabor selbstkritisch betrachten“ (Dr. Hug). Dabei mussten in sechs Kategorien insgesamt 252 Fragen detailliert bewertet werden. Das Herzkatheterteam erfuhr so welche Abläufe zu optimieren waren. „Wir konnten das Verfahren nutzen, um ein individuell passendes Qualitätsmanagement aufzubauen, bestehende Maßnahmen zu aktualisieren bzw. zu verbessern. Im Anschluss stellten wir uns der Herausforderung und beantragten die so genannte ‚Fremdbewertung“. Eine speziell geschulter Gutachter – die KTQ-Visitor/in – besuchte das Herzkatheterlabor und nahm anhand der schon in der Selbstbewertung eingesetzten Kriterien eine eigene Einschätzung des Qualitätsmanagements in der Praxis vor.

Die Fremdbewertung fand in einer sehr kompetenten und kollegialen Weise statt. Umso erfreulicher auch dann die Mitteilung der KTQ-Visitorin an das Praxisteam, dass mit dem Ergebnis von 79,5% die erforderliche Mindestprozentzahl von 55% weit überschritten wurde.

Das 2009 verliehene KTQ-Zertifikat hatte eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren, mit der Rationale, dass sich die Ansprüche an ein ausgezeichnetes Qualitätsmanagement sich ständig verändern. Im Jahr 2013 wurde der Re-Zertifizierungsprozess mit Selbst- und Fremdbewertung erneut durchlaufen und es erfolgte eine erfolgreiche Re-Zertifizierung.

KTQ-Zertifikat

KTQ-Qualitätsbericht 2010

KTQ-Qualitätsbericht 2013 Re-Zertifizierung

  

Brustschmerzambulanz

Die Brustschmerzambulanzen im Rahmen von kardiologischen Praxen, Krankenhäusern und Kliniken werden als Ergänzung und wichtigste Kooperationspartner der klinischen Chest Pain Units (CPUs) im Rahmen eines integrierten regionalen Versorgungskonzeptes für Patienten mit akuter Brustschmerzsymptomatik angesehen. Dabei sollen sie für die ambulante Abklärung diagnostisch unklarer Brustschmerzen zuständig sein und mögliche kardiale oder thorakalvaskuläre Ursachen zeitnah und mit hoher fachlicher Kompetenz abklären.

Ziel der BSAs ist es, Patienten eine strukturierte Sofortabklärung zu bieten.

Aus einer flächendeckenden Vernetzung von Brustschmerzambulanzen und CPUs kann – bei schneller und unverändert optimierter Versorgung akuter Infarkte – eine effizientere und schnellere Versorgung der nicht akut bedrohten Patienten erreicht werden.

Zertifizieren lassen können sich kardiologische Praxen, Krankenhäuser und Kliniken. Wesentliche Voraussetzung ist, dass eine schriftlich fixierte vernetzte Versorgungsstruktur mit der Notfallambulanz eines kooperierenden, invasiv tätigen Krankenhauses beziehungsweise einer CPU besteht. Hierfür müssen definierte Versorgungspfade nachgewiesen werden. Außerdem muss die Brustschmerzambulanz zu den regulären Sprechzeiten verfügbar sein: werktags von 8:00–18:00 Uhr.

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Zertifizierung Chest Pain Unit

Eine Chest Pain Unit (CPU) dient der Versorgung von Patienten mit unklarem Brustschmerz. Für diese Einrichtungen gab es bisher keine Qualitätsstandards, sodass die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) Kriterien zum Betrieb von CPUs erstellt hat und nach diesen interessierte Kliniken und Krankenhäuser zertifiziert, um einen einheitlichen Standard zu einzuführen. „Chest Pain Unit –DGK zertifiziert“ ist mittlerweile eine eingetragene Marke, die diesen Standard hervorheben möchte.

Immer mehr Chest Pain Units in Deutschland beantragen diese Zertifizierung. Die ersten CPUs sind bereits nach den Kriterien der DGK zertifiziert und haben das Prüfsiegel erhalten. Dies ist wichtig für die CPUs, um ihre Qualität nach außen dokumentieren zu können, aber auch wichtig für die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, damit der Begriff „Chest Pain Unit - DGK zertifiziert“ sich zu einem hohen Qualitätsstandard in ganz Deutschland entwickelt.

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